Die Einführung von Educase an den verschiedenen Berufsfachschulen im Kanton Graubünden war für alle Projektbeteiligten eine grosse Herausforderung. Mit viel Stolz und einem grossen Dankeschön ins Bündnerland dürfen wir über einen erfolgreichen Projektabschluss berichten.

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Die Berufsfachschulen im Kanton Graubünden mit den Standorten Chur, Samedan, Illanz und Davos sowie ihren rund 2'200 Lernenden hatten klare Vorstellungen und grosse Anforderungen an ihre künftige Schulverwaltungssoftware. Der Entscheid zugunsten von Educase motivierte das Entwicklungsteam, erzeugte aber gleichzeitig viel Respekt vor dieser Aufgabe. Das Projektteam sah sich vor die folgenden Herausforderungen gestellt:

Mandantenstruktur

Für die erfolgreiche Umsetzung bestand der Anspruch, eine Mandantenstruktur mit vier Schulen/Standorten und zusätzlich einer Kreisprüfungskommission abzubilden. Das Ziel war, alle vier bzw. fünf Schulen/Standorte in einer Datenbank zu vereinigen und so zentral zu managen. Zusätzlich musste eine interne Schnittstelle aus den vier Quellmandanten Chur, Samedan, Ilanz und Davos erbaut werden, welche die lehrabschlussreifen Lernenden in die Kreisprüfungskommission überführen konnte, da nur in der Kreisprüfungskommission die Notenausweise für KV und Detailhandelsfachleute erstellt werden.

Sprachenvielfalt

Die gesamten Anforderungen bezüglich der Datenbank und den Ausbildungen liessen sich nur realisieren, insofern die sprachlichen bzw. kulturellen Aspekte berücksichtigt werden konnten. Es muss hier erwähnt werden, dass der Kanton Graubünden starke kulturelle Wurzeln hat und seine Sprachen bzw. Dialekte wahren möchte. Aus diesem Grund bestand eine weitere Anforderung an Educase darin, dass die Zeugnisse neben den deutschen Zeugnisbezeichnungen auch die rätoromanischen enthalten sollen.

Ausbildungsangebot

Neben der Aufgabe, unterschiedliche Standorte in ein Schulverwaltungsprogramm zu integrieren, galt es zudem auch kaufmännische, gewerbliche und medizinische Ausbildungen in einem System zu vereinen.

Anzahl AusbildungenChurSamedanIlanzDavos
Kaufmännische Ausbildungen4233
Medizinische Ausbildungen3---
Gewerbliche Ausbildungen-1421
Büro-/ Verkaufs-Ausbildungen3111
Brückenangebot/FMS/HMS--3-

Schnittstellen

Nach der Abdeckung der ersten drei Herausforderungen lautete die vierte, die Applikation in ihre Umgebung so einzubetten, dass sie den künftigen Arbeitsaufwand minimieren wird. Zum besseren Verständnis hier eine Beschreibung der drei wichtigsten Schnittstellen.

  • Kompass-Import-Schnittstelle: Die gesamten Daten von neuen Lernenden werden von der Fachapplikation KOMPASS (des Amts für Berufsbildung) automatisch in Educase eingelesen.
  • BISTA-Export-Schnittstelle: Der jährliche Export zur Bildungsstatistik Zürich ist über eine Schnittstelle optimiert.
  • LAP-Import-Schnittstelle: Die Datenbank LAP ist eine datenbankgestützte Web-Anwendung zur Verwaltung von betrieblichen und überbetrieblichen Qualifikationsverfahren. Mit Educase ist es nun möglich, die Daten automatisch zu importieren und später in die LAP-Berechnungen einfliessen zu lassen.

Ablauf

Der Kick-off fand im Februar 2013 statt und Educase wurde in zwei Phasen eingeführt. Der erste Meilenstein war die Inbetriebnahme der gesamten Schulverwaltung und der Zeugniserstellung per Ende 2013, der zweite die Inbetriebnahme des Lehrerportals sowie die Erstellung der BM II und Notenausweise im Mai 2014. Wir sind glücklich und stolz auf die erfolgreiche Einführung von Educase an den Berufsfachschulen Graubünden und danken allen Projektbeteiligten für den Einsatz und das zielführende Verhalten.

Andrea Elmer
Kommunikation Base-Net Education 

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